Wege vermeiden, Auto teilen

In der Tischardter Straße 14 im Stadtteil Enzenhardt gibt es einen neuen Car Sharing-Stellplatz. Das Angebot ist Teil des Mobilitätskonzepts der OEKOGENO WIN eG, der Standort wird vom Autohaus Deininger betrieben.

Seit ein paar Wochen gibt es in der Tischardter Straße 14 ein Car-Sharing-Angebot. Bereits seit Projektbeginn hatte die OEKOGENO WIN eG dazu Gespräche mit möglichen Betreibern geführt. Ein Antrag bei der Stadt Nürtingen zur Bereitstellung eines Stellplatzes wurde nun genehmigt. Betreiber des Standorts ist das Autohaus Deininger, das zeitgleich noch einen weiteren Stellplatz in der Plochinger Straße eröffnet hat. Begünstigt wurde die Umsetzung durch eine neue Gesetzgebung des Landes Baden-Württemberg, nach der Kommunen die Bereitstellung von Car-Sharing-Fahrzeugen im öffentlichen Straßenraum als Sondernutzung genehmigen können.

Mobilitätskonzept der OEKOGENO

„Wir möchten in unseren Projekten Anreize schaffen für eine zukunftsweisende Mobilität“, so Joachim Bettinger, Vorstand der OEKOGENO WIN eG. „Am Wohnort entscheidet sich, wie sich unser Mobilitätsverhalten in Zukunft ändert. Wir müssen weg vom motorisierten Individualverkehr und hin zu flexiblen, klimafreundlichen Modellen.“

Car-Sharing ist dabei ein wichtiger Aspekt im Maßnahmenmix.  „Unser Idealbild ist eine Hausgemeinschaft, die Einkaufsfahrten organisiert oder nachbarschaftliche Aktionen plant, um so unnötige Wege zu vermeiden“, so Bettinger. „Dann muss nicht mehr jede Wohnpartei ein eigenes Auto besitzen.“

Die OEKOGENO hat sich zum Ziel gesetzt, in ihren Wohnquartieren attraktiven Raum für Fußgänger*innen zu schaffen mit kurzen Wegen und guter Infrastruktur in der unmittelbaren Umgebung. Das Fahrrad soll zum zentralen Verkehrsmittel aufgewertet werden. In den Wohnquartieren werden daher gut erreichbare Stellplätze auch für Fahrradanhänger und genügend Raum für Reparaturmöglichkeiten eingeplant. Bei der Standortauswahl für die Wohnprojekte spielt die Anbindung an Bus und Bahn eine wichtige Rolle.

Viele Gründe sprechen für das Car Sharing

Wer weniger als 10.000 km im Jahr fährt, spart mit dem Car Sharing Geld. Denn es fallen lediglich Kosten für die verbrauchte Zeit und die gefahrene Distanz an. Und man bezahlt nur, wenn man tatsächlich auch ein Auto benutzt. Monatliche Fixkosten wie Werkstatt, Versicherung oder Steuer entfallen.

Weiteres Argument für das Car Sharing ist der Umweltschutz. Denn jedes Auto bedeutet eine Umweltbelastung – sowohl durch die Energie, die zur Herstellung verbraucht wird als durch den Flächenverbrauch, der auch bei parkenden Autos anfällt. Laut Bundesverband Car Sharing werden durch ein Car-Sharing-Auto 15 private Pkw ersetzt. Das verringert die benötigten Parkflächen, die dann für andere Zwecke genutzt werden können.