"Großartiges Beispiel, wie Menschen mit Behinderung selbstbestimmt leben können"

Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, übergab am 26.9.2020 symbolisch die Schlüssel des genossenschaftlichen Wohnprojekts der OEKOGENO GIW eG an die Bewohner*innen. Sie lobte das Projekt als „großartiges Beispiel dafür, wie Menschen mit und ohne Behinderung selbstbestimmt leben können.“

Eigentlich war ein großes Einweihungsfest und ein Tag der offenen Tür gemeinsam mit der Sozialstation Oberes Bregtal geplant, um das Wohnprojekt der OEKOGENO GIW eG in der Baumannstraße 13 in Furtwangen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auf Grund der aktuellen Corona-Situation und den geltenden Hygieneregeln konnte der Termin am vergangenen Samstag nur in kleinem Rahmen mit geladenen Gästen stattfinden. Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, übergab dabei symbolisch den Schlüssel für das Wohnprojekt an die Bewohner*innen.

Die OEKOGENO-Vorstände Rainer Schüle und Joachim Bettinger und Projektleiter Philipp Weber führten ca. 20 geladene Gäste durch das Projekt und erläuterten den inklusiven, gemeinschaftlichen Charakter. Die OEKOGENO GIW eG hat im Zentrum Furtwangens ein genossenschaftliches Haus mit insgesamt 29 Wohneinheiten errichtet, darunter eine 5er-Wohngemeinschaft für Menschen mit Handicap. Die Sozialstation Oberes Bregtal e.V. ist mit ihrer Verwaltung und einer Tagespflegeeinrichtung eingezogen.

„Großartiges Beispiel, wie Menschen mit Behinderung selbstbestimmt leben können“


Staatssekretärin Bärbl Mielich betonte, dass bei solchen innovativen und außergewöhnlichen Projekten die Unterstützung der Kommune sehr wichtig sei und bedankte sich bei Bürgermeister Josef Herdner für dessen Initiative. „Wir haben uns in der Landespolitik zum Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, so Mielich. „Dieses großartige Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie das gelingen kann.“ Für das Gemeinwohl in der Zukunft seien solche gemeinschaftlichen Wohnprojekte entscheidend. „Auch das Konzept der Genossenschaften, die nicht profitorientiert arbeiten, ist dabei sehr wichtig.“

OEKOGENO-Vorstand Joachim Bettinger stellte heraus, dass auch die Nachbarschaft herzlich willkommen sei und sich das Thema Gemeinschaft nicht auf das Gebäude selbst beschränke. „Unser Haus soll für alle Furtwangerinnen und Furtwanger ein Anlaufpunkt sein.“

Von dem Projekt, so Bettinger, hat auch das lokale Handwerk profitiert. „Wir haben fast ausnahmslos Firmen aus der Gegend beauftragt, fast die gesamte Wertschöpfung ist in der Region geblieben.“ Sein Vorstandskollege Rainer Schüle ergänzte, dass das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle gespielt habe. „Wir haben mit sehr hoher Qualität gebaut, die so im Mietwohnungsbau nicht üblich ist. Unser Ziel war es, ein Gebäude zu errichten, das auf die gesamte Lebensdauer gesehen nachhaltig ist.“

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