Apartment-WG bezogen, WG fast voll

Die OEKOGENO WIN eG hat ihre beiden genossenschaftlichen Häuser im Stadtteil Enzenhardt mit insgesamt 33 Wohneinheiten zum 1.3.2020 fertiggestellt. Die meisten Bewohner*innen sind bereits eingezogen. Das Besondere: Mit einer 4er-Apartment-WG und einer 5-er-Wohngemeinschaft bietet das Wohnprojekt Menschen mit Handicap die Chance, selbstbestimmt und als Teil der Hausgemeinschaft zu leben.


In der Appartement-WG wird schon gekickert

Vier junge Männer mit Handicaps sind im März in die Apartment-WG eingezogen. Jeder hat ein eigenes Zimmer mit Bad, zwischen 20 und 25 m2 groß. Eine Küche und ein großer Gemeinschaftsraum werden geteilt. Dort steht auch der Tischkicker, den sich die vier gewünscht haben und der von einer Firma gespendet wurde. Die Bewohner wurden von der Samariter-Stiftung, einem in Nürtingen ansässigen gemeinnützigen diakonischen Träger, für das Wohnprojekt ausgewählt. Die Stiftung betreut die vier im täglichen Leben. „Die zwei zentralen Probleme der Bezahlbarkeit von Wohnraum und der Inklusion, mit denen wir als sozialer Dienstleister immer wieder konfrontiert werden, sind in diesem Projekt optimal gelöst“, so Wolfgang Bleher, der das Projekt für die Stiftung leitet. „Zum einen können sich die Bewohner die Miete wirklich leisten, das ist bei einem hochwertigen Neubau wie diesem keine Selbstverständlichkeit. Zum anderen sind sie zwischenmenschlich sehr gut in die Nachbarschaft integriert und können an allen Aspekten des gemeinschaftlichen Lebens teilhaben.“

Noch ein Platz in der WG ist frei


Die 5er-Handicap-WG ist bis auf einen Platz ebenfalls schon voll belegt. Im Unterschied zur Appartement-WG haben die Bewohner*innen nicht nur Assistenz-, sondern auch Pflegebedarf. Sie haben eigene Zimmer, zwischen 18 und 22 m2 groß, und teilen sich verschiedene Bäder und Gemeinschaftsflächen. Der Einzug ist für Juni geplant. „Wir sind gerade dabei, die Anforderungen der künftigen Bewohner*innen zu koordinieren,“ so Joachim Bettinger, Vorstand der OEKOGENO WIN eG. „Wir müssen klären, welche individuellen Bedarfe bestehen und wie wir mögliche Synergien schaffen können.“ Beim Thema Assistenzdienste haben sich die Bewohner*innen inzwischen ebenfalls für die Samariter-Stiftung entschieden, bei den Pflegeleistungen wird der Anbieter zeitnah beauftragt. Die Leistungen bestreiten die Bewohner*innen aus dem persönlichen Budget. Dies bedeutet, dass sie einen Geldbetrag oder Gutschein bekommen, mit dem sie die notwendigen Leistungen selbst organisieren und bezahlen. „Das Mietverhältnis ist nicht, wie sonst häufig der Fall, an einen Träger gebunden“, so Bettinger. „Mit unserem Modell schaffen wir wirkliche Unabhängigkeit und Selbständigkeit.“

Interessent*innen für das letzte freie WG-Zimmer können sich beim Inklusionsbeauftragten der OEKOGENO Simon Stott unter simon.stott@oekogeno.de melden.

Alle Informationen zum Projekt finden Sie unter www.oekogeno-win.de.